Heilung durch Bewegung

Qi Gong (sprich: Tschi Gung) ist ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Ziel von Qi Gong ist es, die Lebensenergie des Einzelnen zu stärken, ihn körperlich, geistig und seelisch flexibler zu machen. Qi Gong umfasst mit seinem ganzheitlichen Ansatz gymnastische Elemente ebenso wie meditative Übungen. Zunehmend wird Qi Gong auch in den westlichen Ländern eingesetzt, um Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen, etwa bei Wirbelsäulen-
erkrankungen, Rheuma, Nervenerkrankungen, Krebs, Tinnitus oder Asthma.

Das Qi zirkuliert im menschlichen Körper in Bahnen, die man "Meridiane" nennt. Diese Bahnen ähneln den Adern, doch im Gegensatz zu diesen sind sie anatomisch nicht sichtbar. Man kann das Qi nicht sehen, doch man kann es spüren. Die Meridiane haben jeweils ihnen zugehörige Organe. Wenn man beispielsweise in der chinesischen Medizin von der "Leber" spricht, dann ist damit immer auch der gesamte Funktionskreis gemeint, nicht nur das einzelne Organ "Leber", wie in der westlichen Medizin. Das im menschlichen Körper zirkulierende Qi steht in Verbindung mit dem Qi in Natur und Kosmos. Im Verlauf der Meridiane befinden sich Punkte, die das im Inneren zirkulierende Qi mit dem Qi in Natur und Kosmos verbinden. Diese Punkte finden auch in der Akupunktur Verwendung, mit dem Ziel, über die Verbesserung der Zirkulation des Qi Krankheiten zu behandeln. Auch im Qi Gong arbeitet man mit den Meridianen.

Unter dem Begriff "Qi Gong" werden Übungen verstanden, mit welchen wir das Qi im eigenen Körper stärken und entwickeln können. Alle Künste des alten China, vom Kung Fu über die chinesische Medizin bis zur Kalligrafie haben erst in Verbindung mit den Möglichkeiten des Qi Gong ihre volle Blüte erreicht. Wenn beispielsweise ein Arzt imstande ist, das durch geeignete Qi Gong - Übungen aufgenommene Qi auf seine Patienten auszusenden, werden seine Behandlungen schneller und besser wirksam sein. Wenn ein Maler imstande ist, Qi auf sein Gemälde zu übertragen, wird die dadurch erzeugte Ausstrahlung für den Betrachter spürbar. Wer Qi Gong im Zusammenhang mit Kung Fu praktiziert, wird ein stärkeres Ergebnis haben und nicht nur mit Muskelkraft und Geschicklichkeit arbeiten.

Wenn wir Qi Gong praktizieren, nehmen wir zusätzliches Qi aus der Natur und aus dem Kosmos auf, die Zirkulation in den Meridianen wird verstärkt, energetische Blockaden können aufgelöst und ausgeleitet werden. Entsprechend dem Verständnis der chinesischen Medizin ist es ein Zeichen guter Gesundheit, wenn das Qi gut in den Meridianen zirkuliert und wenn die Organe gut damit versorgt werden.

Bereits beim ersten Üben des Qi Gong können wir spüren, wie die Hände anfangen zu kribbeln als Anzeichen dafür, dass sich die Zirkulation des Qi verstärkt. Das Qi kann man nicht sehen, aber wenn man Qi Gong praktiziert, kann man es spüren. Das Qi, das wir beim Üben aufnehmen löst Blockaden im Fluss der Meridiane auf und stärkt dadurch Gesundheit und Lebensenergie.

Ich unterrichte Authentisches Medizinisches Qi Gong, das ich bei Großmeister Qingshan Liu erlernt habe.


nach oben